Paradigmenwechsel im Fußball-Konditionstraining

Raymond Verheijens Erfolge sprechen für sich: Champios-League-Sieger mit dem FC Barcelona unter Frank Rijkaard, CL-Finalist mit dem FC Chelsea unter Gus Hiddink, dessen langjähriger Co-Trainer bei der russischen Nationalmannschaft (EM-Halbfinalist), mit Sudkorea im Halbfinale bei der WM 2002, aktuell bei Manchester City unter Marc Hughes. Sein Spezialgebiet: Fußballkondition. Sein Ansatz (stark vereinfacht): Fußballkondition durch Fußballspielen, statt durch isolierte Konditionsbolzerei!

Wie das geht und wie er es umsetzt (wer erinnert sich nicht an die unglaublichen Laufleistungen der Südkoreaner bei der WM 2002), erläuterte Verheijen im Rahmen einer BDFL-Fortbildung in Kaiserau und wir in der Oktober-Ausgabe von fussballtraining!
Seine Trainingsphilosophie unterscheidet sich sowohl hinsichtlich der Inhalte wie auch der Belastungsgestaltung deutlich vom traditionellen und fast weltweit praktizierten Modell: Nicht zuerst die Fitness trainieren und dann im Fußball umsetzen, sondern das Fußballspielen für die Entwicklung und Verbesserung der Fußballkondition nutzen! Er unterscheidet vier konditionelle Fähigkeiten, die der Fußballspieler benötigt:

1. Maximale Explosivität

2. Schnelle Erholung zwischen zwei explosiven Aktionen

3. Explosivitäts-Ausdauer, um auch am Ende des Spiels noch explosiv agieren zu können

4. Schnelle Erholung zwischen zwei explosiven Aktionen am Ende des Spiels

Für jede Fähigkeit leitet er aus dem Spiel Übungs- und Spielformen mit Ball ab und setzt diese mittels Trainingsformen im Wochen- bzw. Saisonverlauf um.
Wer es genau und im Detail wissen möchte, kann es in ft 10/2009 nachlesen! Sein Ansatz zur Periodisierung wird das Konditionstraining nachhaltig verändern (müssen)!

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